HIMMEL

Himmel. Sky or heaven? Die deutsche Sprache unterscheidet nicht zwischen der natürlichen Präsenz in der wir sind, und der spirituellen Dimension die in uns ist. Der Himmel zitiert Unendlichkeit, lässt Grenzenlosigkeit erahnen, und nährt die Phantasie. Eingewoben in die alltägliche Selbstverständlichkeit seiner Existenz, sind Sehnsucht, Ungewissheit, Hoffnung und Mehrdeutigkeit. Wir erleben den ständigen Wandel der uns umgibt, und den eigenen Wandel, der uns zwingt, einen Ort oder Nicht-Ort hinter dem Lebenshorizont zu vermuten. Die Verbildlichung thematisiert diese Projektionsfläche, begrenzt sie, macht sie zum Gegenstand der Reflexion. Verbindlich. Rezipierbar. Und damit Himmel schließlich zum paradoxen Symbol der Natur von Endlichkeit und Unendlichkeit.
(Text: Bernd Steinhuber)

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